Ihr seid das Salz der Erde

Salz
19. 02. 12
posted by: Christian Muhmenthaler

Gedanken zu einer Fach-Führung, welche die EVP im Rahmen ihrer Wahlkampagne vor den Landratswahlen organisiert hat.

Wenn das Salz nicht mehr salzt, wie wird machen wir es dann wieder salzig? Wenn es fehlt, dann schmeckt weder Brot noch Suppe. Nimmt man zu viel, wird es schnell versalzen. Es kommt also auf die richtige Menge an.

Genau so sollen wir auch sein, in unserer Wahlkampagne und in unserem politischen und gesellschaftlichen Engagement. Wir sollen die sein, deren Fehlen andere spürbar als Fade wahrnehmen würden, wir sollen die Würze in das ganze Geschehen bringen.

Weiter hat das Salz aber auch andere Eigenschaften, die wir uns zum Vorbild nehemen können.

Salz ist beständig, es verdirbt nicht. Salz kann somit konservieren, frisch halten. Auch dies ist in der Politik und Gesellschaft stets wichtig. Gerade in Zeiten, in denen Burnouts und Leistungsdruck zunehmen und wichtigere Werte in den Hintergrund gedrängt zu werden scheinen. In dieser Zeit ist es äusserst wertvoll, wenn wir stets wieder von neuem versuchen selbst frisch zu bleiben oder auch mal eigene Positionen überdenken und so offen sind, um einen frischen Wind und eben konservierende Auswirkung auf die gemeinsame Arbeit im Kanton auf den Gemeinden und in unserem persönlichen Umfeld.

Salze bestehen aus Kristallgittern, welche verschiedene Ionen und Mineralien zu chemischen Verbindungen zusammenhalten. Salz verbindet somit also auch. Wie auch wir Verbindungen schaffen und stärken wollen.

Salz kann in Wasser gelöst vorkommen, jedoch auch als Steinsalz oder in festen Salzkrusten vorkommen. Es ist also sehr anpassungsfähig. Es kann stützen als Steinsalz, schützen als Salzkruste oder auch tragen im Salzwasser. Auch hier lassen sich Parallelen zu unserem Wirken ziehen, so sollten auch wir bestrebt sein, uns immer wieder den aktuellen Gegebenheiten anpassen zu können, ohne dabei aber unsere tragende, schützende und unterstützende Grundhaltung zu verlieren.

Salz kann in Form von Riechsalzen auch verwendet werden, um bei Schwindel- oder Ohnmachtsanfällen aufweckend und belebend zu wirken. Sicherlich auch keine schlechte Eigenschaft, für unser Wirken. Dort wo es nötig wird, wo Sand im Getriebe ist oder einzelne Positionen sich in Ohnmachtszustänzen fühlen und Lösungen scheinbar unerreichbar sind, sollten wir versuchen, zu beleben und neue Kraft hinein zu bringen um Lösungen zu finden.

Salz hat auch eine Reinigende eigenschaft, wir verwenden es in Geschirspühlmaschinen als Regneriersalz oder in Hygieneartikel wie Badesalz. Wenn wir es in Wunden streuen, schmerzt dies. Jedoch kann es auch dort reinigend wirken, da wir uns der Wunden bewusst werden und es auch dort desinfizierend wirken kann.

Wir verwenden Salz auch als Streuware, um auf gefrohrenen und verschneiten Strassen das Eis und den Schneh zum schmelzen zu bringen und wieder mehr Halt zu finden wenn wir darüber gehne oder fahren. Salz kann also auch zum schmelzen bringen, was wir nutzen können, wenn gefrorene Herzen oder vereiste frostige Positionen aufeinandertreffen. Es kann mehr Halt bieten, wenn wir uns auf dünnem Eis bewegen oder der Boden für mögliche Lösungen frostig rutschig ist.

Daher sollten wir es ähnlich handhaben wie in der Heraldik (der Wappenkunde), wo das Salz immer wieder als Wappenfigur aufgegriffen wird, und uns das Salz auf unsere Wappen schreiben und seine Eigenschaften im Alltag leben.

Denn ich bin überzeugt, nicht nur bei uns im Baselbiet, kann es nicht schaden, wenn wir fordern, Mehr Salz!
Es braucht mehr Salz im Baselbiet, manchmal Meersalz, dann wieder Steinsalz oder Streusalz, aber sicher immer mehr Salz mit all seinen verbindenden, würzenden, belebenden und konservierenden Eigenschaften.
Mehr Salz... Mehr EVP...